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26.04.2017

Spende Löwenherz


Oberschule Wagenfeld spendet an das Kinderhospiz Löwenherz


(Bild: Diepholzer Kreisblatt; Braus-Böhmermann)

Im Rahmen eines Tages der offen Tür an der Oberschule Wagenfeld verkauften Schülerinnen Kaffee und Kuchen an die Gäste. Nachdem die Unkosten abgezogen wurden, blieb ein Betrag von 250€ übrig. Die betreuenden Lehrkräfte und die Schülerinnen haben sich dafür entschieden, den Betrag dem Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke zukommen zu lassen. Die Spende nahm Herr Schmitz vom Hospiz dankend entgegen
Kategorie: Allgemein
Erstellt von: fklausing
Stolz halten die vier Schülerinnen Gina Stephan, Anika Dunau, Finja Bultmann und Charlotte Kunsemüller den bunten Umschlag mit der Aufschrift „Löwenherz“ in die Kamera. Darunter steht dezent 250 Euro. Gar nicht so dezent sei die Spende, die die Vier am Montag mit ihren Lehrerinnen Katharina Feder und Anna-Lena Nehuis an den Vertreter vom Kinderhospiz „Löwenherz“ aus Syke überreichten. Das meinte jedenfalls Wolfgang Schmitz, der ehrenamtlich für das Hospiz unterwegs ist. Er lobte den Entschluss der Schüler der Oberschule Wagenfeld und dankte von ganzem Herzen: „Das ist eine stolze Summe aus einem Kaffee-und-Kuchenverkauf.“ Diesen hatten die Schülerinnen am „Tag der offenen Tür“ der Schule Anfang Februar erwirtschaftet mit Kuchen, Waffeln und Kaffee. „Nach allen Abrechnungen verblieben ganze 250 Euro“, bestätigte Katharina Feder. Wie die Mädchen zu dem Entschluss gelangten, den Erlös an „Löwenherz“ zu spenden, erläuterten sie gerne: „Meine Mutter ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wagenfeld und wollte schon immer an ,Löwenherz‘ spenden. Und mich persönlich hat die Dramedy-Serie ,Club der roten Bänder‘ sehr beeindruckt“, sagt Finja Bultmann. Ihre Mitschülerinnen stimmten zu und schnell war entschieden, wohin das Geld gehen sollte. „Euer Engagement wissen wir besonders zu schätzen, denn ihr seid Kinder, die für schwerst- und todkranke Kinder spenden“, sagt Schmitz berührt. Er zieht vier Löwenmaskottchen-Schlüsselanhänger aus der Tasche und schenkt sie den vier Schülerinnen. Die Spendensumme wird dem Kinder- und Jugendhospiz in Syke und der Ambulanten Kinderhospizarbeit mit Büros in Bremen und Braunschweig zugutekommen. Schmitz erklärt weiter: „Wir sind im Gegensatz zum Krankenhaus zumeist die Endstation für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche.“ Die Patienten seien austherapiert, der nahe Tod stehe in den meisten Fällen fest. „Ab dem Zeitpunkt sind die Eltern meist auf sich gestellt und vielfach überfordert.“ Das Schlimmste daran sei, dass die Krankenkassen dann lediglich noch den Pflegesatz zahlten, der oft noch massiv gekürzt würde. „Löwenherz“ helfe nach dem Grundsatz: „Leben bis zum letzten Atemzug.“ Das erfahrene Team hilft gerade in der Zeit des Abschiednehmens – ambulant und stationär sowie bei der Vermittlung von Hilfsangeboten am Wohnort. „Wir helfen auch vor allem durch den Aufenthalt der gesamten Familie im ,Löwenherz‘, beim Prozess des Loslassens und Krafttankens“, erklärt Schmitz die Arbeit den Spendern aus der Oberschule. „Vielfach kommen gerade die Geschwister der Erkrankten in der schlimmen Zeit zu kurz.“Das Initiative zum Kinderhospiz „Löwenherz“ besteht im nächsten Jahr seit 20 Jahren. Die ersten Kinder kamen 2003. Löwenherz entwickelt sich kontinuierlich und immer weiter. Das heutige Logo mit dem starken Löwen und seinem Feder-Stirnband hat Inka Waldraff entworfen, nachdem ihr Sohn Janik gestorben war. Sie ließ sich damals von der Geschichte „Die Gebrüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren leiten. Da die Bemühungen sich ausschließlich um Kinder und Jugendliche drehen, fand sie ein Stofftier, dass einen Löwen mit starkem Herz verkörpert, passend. Die Geschichte von Lindgren ist nah an der Realität: Es geht um die Brüder „Krümel“ und Jonathan, die sich im Kirschblütental nach ihrem Tod, nach Krankheit und Unfall, wiedertreffen und viele Abenteuer erleben. Mit solchen Themen wollen sich Menschen am liebsten nicht auseinandersetzen, die Mitarbeiter von „Löwenherz“ tun es minütlich. 
(Quelle: Diepholzer Kreisblatt 25.04.2017; Frau Braus-Böhmermann)

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