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Wiederbelebung mit Musik

26.09.2013
Zu Musik im 100er-Rhythmus übten Schüler die Wiederbelebung an einem Dummy.


Wagenfeld - Mit Musik geht vieles leichter. Dieses geflügelte Wort macht sich auch das Deutsche Rote Kreuz bei seiner Ausbildung in Erste-Hilfe-Kursen zunutze. Um Menschen die Angst vor der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu nehmen, setzt es zum Üben Musik ein. so geschehen gestern Vormittag in der Oberschule Wagenfeld anlässlich des dortigen Tages der Mobilität.

Das DRK übte mit den Schülern die Wiederbelebung und den Einsatz eines Automatisierten externen Defibrilators (AED). „Wir verzichten auf die zusätzliche Beatmung, denn dies reicht zur Sauerstoffversorgung aus“, erläuterte Ulrich Rother. Bei der Wiederbelebung sollte der Brustkorb 100 Mal pro Minute heruntergedrückt werden.

Zur Unterstützung setzten Rother und Erwin Wohlking Musik im 100er-Rhythmus ein. Die meisten Menschen hätten Angst davor, jemanden wiederzubeleben, hätten Angst, etwas falsch zu machen, wissen die DRK-ler aus Erfahrung. Die Musik trage dazu bei, ihnen diese Angst zu nehmen. „Wir empfehlen unseren Schulsanitätern, sich eine solche Musik auf ihr Handy zu spielen, um diese im Notfall abspielen zu können“, sagte Rother.

Bevor die Schüler in der Reanimation angeleitet wurden, waren sie zum Teil von Anja Vogt vom DRK „verwundet“ worden, indem sie entsprechend geschminkt wurden. Auch der Transport im Krankentransportwagen, dessen Einrichtung und die Abläufe darin wurden ihnen näher gebracht.

Lehrerin Ingrid Bening war überaus angetan und erfreut vom Auftritt des Deutschen Roten Kreuzes und dessen Engagements. „Damit hatten wir in dieser Form gar nicht gerechnet“, betonte sie.

Das DRK war gestern Morgen mehr als nur ein „Lückenbüßer“, auch wenn es von den Schülern der fünften bis neunten Klassen nur in deren Pausen zwischen den weiteren Stationen angesteuert wurde. Die Schüler der Klassen zehn erhielten Unterweisung in Erster Hilfe.

Für die fünften Klassen ging es um den sicheren Schulweg einschließlich des Verhaltens im und am Bus. Die sechsten Klassen begaben sich auf einen Orientierungslauf und erhielten Einblicke in die Fahrradwerkstatt.

Die siebten Klassen durften sich auf dem Inlinerparcours tummeln und erfuhren Details zu der Orientierung mit GPS. Die achte Klasse erkundete Ausflugsziele in der Nähe und lernte, wie man trotz Behinderung mobil sein kann.

Für die neunte Klassen stand eine Fotorallye an, zudem beschäftigte sie sich mit dem Thema „Verkehr und Umwelt“.

Nachdem Schüler ein paar rasante Runden in dem Simulator gedreht hatten, mussten sie aus dem Wagen aussteigen. Die besondere Schwierigkeit: „Chrissy“ stand am Ende der Fahrt auf dem Kopf. · hwb


Quelle: Diepholzer Kreisblatt\Benker







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